zimolong2Max Zimolong wurde am 12. September 1905 in Orzegow  (heute ein Stadtteil von Ruda Slaska bei Kattowitz) als Sohn eines LokomotivfĂĽhrers geboren. Er studierte Horn im Konservatorium in Breslau.  1922-23 spielte er in der Stadtpfeife in MĂĽnsterberg /Schlesien und studierte privat weiter bei Kurt Schmid. Seine ersten Anstellungen waren in Heidelberg, Bergen in Norwegen, Koblenz und von 1928 bis 1931 Darmstadt. Der Dirigent Karl Muck hörte ihn dort als Solist und holte ihn an das Festspielorchester nach Bayreuth. Zimolong spielte dort von 1930 bis 1935 das 1. Horn. 1931 wechselte Zimolong zu den Berliner Philharmonikern. Nach Querelen mit dem Intendanten wechselte er 1935 an die Sächsische Staatskapelle nach Dresden. Dort war er Solohornist von 1935 bis 1947.

Max Timolong1947 ging er nach Oberschlesien zurĂĽck. Er wurde kurzzeitig verhaftet und sein deutscher Pass wurde eingezogen , die Wiederausreise wurde ihm verweigert. 1948 wurde er Lehrer an der Musikakademie in Kattowitz. Bald darauf spielte er im Nationalen Sinfonischen Orchester des Polnischen Rundfunks (NOSPR) und trat mit diesem solistisch auf.  Er wechselte später zum WrocĹ‚aw Symphony Orchestra (heute Breslauer Philharmonie) und unterrichtete dort als Professor fĂĽr Horn an der Musikhochschule.  1958 - 59 unterrichtete er an der Musashino Music Academy in Tokio/Japan. Danach blies er bis 1968 das 1. Horn bei den Stuttgarter Philharmonikern. Er verstarb am 9. Februar 1986 in Gerlingen bei Stuttgart.

Zimolong blies zahlreiche Hornkonzerte als Solist, allein das 1. Hornkonzert von Richard Strauss soll er ĂĽber 70x aufgefĂĽhrt haben. Nach der UrauffĂĽhrung des 2. Hornkonzerts von Strauss war er der zweite Hornist, der dieses Konzert 1944 zweimal bei den Richard-Strauss-Festwochen spielte. Das Concertino fĂĽr von Carl Maria v. Weber fĂĽhrte er erstmals in Dresden 1939 auf.

Neben verschiedenen Orchesteraufnahmen spielte Zimolong bei Gramophone auf Schellackplatte das 3. Hornkonzert KV 447 von Wolfgang Amade Mozart mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter dem Dirigat von Karl Böhm ein.

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Ein interessanter Fund ist in der SLUB Dresden, dort werden unter anderem die handschriftlichen Noten von der Ouvertüre zum fliegenden Holländer von Richard Wagner aufbewahrt. Das 1. Horn hat den Eintrag, dass Zimolong am 28. 11. 1939 es bei der Electrola Aufnahme spielte.

http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/74361/1720/0/

 

In der Mediathek der SLUB Dresden findet sich dazu sogar die Aufnahme. http://mediathek.slub-dresden.de/ton70901504.html

 

Quellen:

http://www.slub-dresden.de

Hornisten Lexikon, Pizka, 1986

Der Schlesier, 1986 S.128

 

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